Die Heimat der Unbestechlichen

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Geschrieben von: Administrator
Donnerstag, den 24. März 2011 um 17:20 Uhr

Burkina Faso heißt soviel wie – die Heimat der Unbestechlichen – in der weit verbreiteten, lokalen Sprache Mooré. Burkina Faso ist ein Binnenland Westafrikas und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Als Sahelland mit raren natürlichen Ressourcen und klimatisch sehr nachteiligen Bedingungen, ist es zu großen Teilen abhängig von internationaler Hilfe. Die Landwirtschaft macht 32% des Bruttoinlandproduktes aus und beschäftigt über 80% der aktiven Bevölkerung. Der burkinische Baumwollsektor, der zwar mit 700.000 Tonnen Produktion in 2006 zum Marktführer in Afrika gehörte, ist stark subventioniert und ebenfalls auf internationale Hilfe angewiesen, um mit Weltmarktpreisen mithalten zu können.

Burkina Faso hat rund 13 Mio. Einwohner auf einer Fläche der Größe Westdeutschlands und ist damit das am dichtesten besiedelte Sahelland. Die Hälfte der Bevölkerung ist 15 Jahre alt oder jünger. 45 Prozent der Bewohner leben mit 70 Euro Jahreseinkommen unterhalb der Armutsgrenze, das durchschnittliche Pro-Kopf-BIP liegt bei 400 Euro. Ein überdurchschnittliches demografisches Wachstum, verbunden mit der schwachen Industrialisierung und Wirtschaftslage, lassen wenig Hoffnung, dass sich die Armutsentwicklung des Landes mittelfristig verbessern wird.

Burkina Faso ist im 2 bis 3 jährigen Rhythmus Austragungslands des größten panafrikanischen Filmfestivals "FESPACO" sowie der größten Kunstmesse Afrikas, der SIAO, und erhält auf diesen Gebieten hohe internationale Anerkennung.

Aktualisiert ( Samstag, den 25. November 2017 um 14:03 Uhr )